Image 0110.Jun.2020

Proben in der Corona-Krise

Mitte März musste auch Christel Malorny, die Vorsitzende des Damenchors Harmonie Rheinberg infolge der Corona-Pandemie alle Chorproben auf unbestimmte Zeit absagen. Auch die Stimmbildung und das geplante gemeinschaftliche Singen mit den Bewohnern des Altenwohnheims St. Thekla in Rheinberg fiel der Corona-Krise zum Opfer. Viele Sängerinnen vermissen die Proben sehr. Die wöchentlichen Zusammenkünfte dienen nicht allein der Erweiterung des Repertoires und zur Vorbereitung des nächsten Konzertes, sie fördern auch die freundschaftlichen Kontakte und regen zum Meinungsaustausch und zur allgemeinen Kommunikation an.

Als Allerwichtigstes aber gilt: Gemeinsam singen ist Balsam für die Seele.

Das alles fällt wegen der Pandemie bis auf Weiteres aus. Damit es den Harmonistinnen in diesen chorlosen Wochen zu Hause nicht langweilig wird, hat Dirigent Michael Wulf-Schnieders sich etwas einfallen lassen. Er erstellt Übevideos für einzelne Sequenzen der zu probenden Lieder, so dass die Sängerinnen der Harmonie zu Hause, mit Hilfe ihrer Originalnoten, ihre Singstimme einstudieren können. Sie verlieren dadurch nicht zu viele der kostbaren Probestunden und sind weiterhin mit ihrem Lieblingshobby „dem Singen“ beschäftigt.

Christel Malorny hält digital den Kontakt zum Chor per WhatsApp. Sie spricht regelmäßig per Video zu ihren Sangesschwestern und ermuntert sie zum fleißigen Üben. Auf Grund der derzeitigen Lockerungen des Kontaktverbots sieht Christel Malorny mit einem positiven Blick auf eine zukünftig eventuelle Wiederaufnahme der Probenarbeit, natürlich unter Beachtung der vorgeschriebenen Hygieneregeln.